Männer wollten die Hoheit über den Sport behalten, schreibt sie in ihrem Buch.Claudia Neumann war lange nicht bereit, den Beleidigungen Raum zu geben. Leben. Die Kommentare, denen sich Claudia Neumann ausgesetzt sieht (Hasskommentare verfolgen sie wohl seit der EM 2016 ständig), sind weit abseits von sachlicher Richtigkeit, sondern ausschließlich geprägt von Chauvinismus und Macho-Denken. Es ist eine Mischung aus Autobiografie und Sachbuch, beschreibt den beruflichen Werdegang der Sportreporterin, also vor allem ihr Wachsen und Werden in einem bis vor einiger Zeit überwiegend von Männern dominierten Beruf und ihre Probleme damit. Da dürfen sich aber so einige Herren eine Scheibe von abschneiden. 2011 wurde sie bei der Frauen-Fußball-WM in Deutschland die erste WM-Kommentatorin im deutschen Fernsehen. Stilistisch ist das Buch das Werk einer gelernten Journalistin, knapp und sachlich. Claudia Neumann war lange nicht bereit, den Beleidigungen Raum zu geben. Danke Claudia Neumann das hat Spaß gemacht! Claudia Neumann, Jahrgang 1964, wächst in einem verschlafenen Nest im Rheinland auf - in einer Zeit, in der Deutschland noch geteilt ist und Frauen, die arbeiten wollen, die Erlaubnis ihres Mannes brauchen, und Mädchen die Erlaubnis ihrer Eltern, Fußball zu spielen. Allerdings wäre das Buch ohne sie noch kürzer ausgefallen und hätte in einer guten Zeitschrift vermutlich einen hervorragenden Essay abgegeben. Claudia war schon lange in der ZDF-Sportredaktion, ehe sie zu mir kam und meine Meinung hören wollte, ob sie sich nun - endlich - auch für den Job der Live-Kommentierung bewerben solle. Titel: Hat die überhaupt ne Erlaubnis, sich außerhalb der Küche aufzuhalten? Wie ich lernte, das Leben sportlich zu nehmen. Es ist sprachlich zum Teil holprig und manche Exkurse der Autorin, so interessant und lehrreich sie sein mögen, gehören einfach nicht zum Thema („Die Live-Übertragung – ein kleiner Exkurs“).
Sie las weder die üblen Tweets, noch sprach sie darüber, was die Schmähungen mit ihr machten. Alle Rechte vorbehalten. Erfahre mehr! Auf den eigentlichen Inhalt möchte ich daher gar nicht eingehen, der ist wohl hinlänglich bekannt. 2016 war sie Live-Reporterin bei der Fußball-EM in Frankreich, 2018 bei der WM in Russland. Sehr eindrucksvolle Wegbeschreibung einer absoluten unerschrockenen Fußballexpertin in die Spitze der hauptsächlich von Männern dominierten Fußballfernsehwelt! auch die der Männer.
Claudia Neumanns Buch ist vieles zugleich: die Beschreibung des hartnäckigen Eindringens in eine der letzten Männerbastionen, die Biographie einer Fußballbegeisterten, ein Führer durch den TV-Sportjournalismus¿Da schreibt eine, die davon überzeugt ist, dass sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen kann - selbstbewusst, aber nie überheblich. Durchaus anspruchsvoll, dabei aber sehr gut verständlich. Claudia Neumann, Jahrgang 1964, wächst in einem verschlafenen Nest im Rheinland auf - in einer Zeit, in der Deutschland noch geteilt ist und Frauen, die arbeiten wollen, die Erlaubnis ihres Mannes brauchen, und Mädchen die Erlaubnis ihrer Eltern, Fußball zu spielen. Und sie listet auch eine Reihe Frauen auf, die ihren Platz in der Fußballwelt gefunden haben und behaupten, wie Birgit Prinz und Bibiana Steinhaus.Aber alles in allem ist es zwar ein wichtiges und richtiges Buch, aber kein gutes. War neugierig weil ich Claudia Neumann für eine gute Reporterin halte. Sie kostenlos informiert: Ja der Fußball war früher und zum Teil heute noch eine Männerdomäne, aber hier schreibt eine Claudia Neumann, die zurecht von sich behaupten darf, mit die fachkundigste Sport- Fußballerfahrung in dieser Journalistenwelt zu haben. In ihrem Buch schreibt die 56-Jährige: «Ich weigere mich, irgendeine Form der Opferrolle anzunehmen.» Sie ist die einzige deutsche Sportreporterin, die in eine absolute Männerdomäne eingebrochen ist und sich d Super, dass sie am Ende des Buches noch ein paar Tricks verrät. Sie schafft es mit Anfeindungen nach den ersten Life Sendungen der WM in einer differenzierten Weise umzugehen die allen Respekt verdient. Sie war ja lernfähig - und ich glaube zu wissen, dass sie permanent an sich feilte. Claudia Neumann (* 1964 in Düren) ist eine deutsche Sportreporterin. Claudia Neumann ist ein feministisches Buch gelungen.
Tiefgängig, kurzweilig, humorvoll und exzellent geschrieben !!! Ich kannte sie inzwischen: Ihr immenses Fachwissen, gepaart mit gründlichem Studium der Hervorbringungen von Kollegen (es konnten ja nur Männer sein!) Ach ja apropro Erstlingswerk, da hoffe ich jetzt schon, dass sie ein weiteres Werk schreiben wird. In ihrem Buch schreibt die 56-Jährige: «Ich weigere mich, irgendeine Form der Opferrolle anzunehmen.» Jetzt hat sie sich entschieden, zu agieren, zu erzählen, was die Frau erlebt, die als erste Männerfussballspiele auf höchster Stufe kommentiert. Die meisten Leser erinnern sich an die Hass-Kommentare, denen sich die Autorin ausgesetzt sah, vermutlich hat der eine oder andere das Buch nur deshalb gelesen, weil er sich ein bisschen Hintergrund-Information dazu erhoffte. Claudia Neumanns Buch „Hat die überhaupt ne Erlaubnis, sich außerhalb der Küche aufzuhalten“ ist in mehrerlei Hinsicht kein einfaches Buch. Hat die überhaupt ne Erlaubnis, sich außerhalb der Küche aufzuhalten? Seit 1999 arbeitet sie als Redakteurin und Reporterin in der ZDF-Hauptredaktion Sport, davor war sie bei SAT.1 und RTL. Und sie hat mich nicht enttäuscht. Denn die geschrieben Zeilen machen Lust auf mehr.