Diese Einheit ist ein Maß für die biologischen Wirkungen der radioaktiven Strahlung auf Menschen, Tiere oder Pflanzen. Insbesondere produzierten die radioaktiv belasteten Pflanzen ein Drittel mehr von einem Protein, das auch das menschliche Blut vor radioaktiven Schäden schützt.All diese Veränderungen könnten dazu beitragen, dass sich die Pflanzen an die Belastung durch Schwermetalle und radioaktive Strahlung anpassen können, vermuten die Forscher. Zudem besaßen sie auch andere Eigenschaften als die Samen der unbelasteten Pflanzen: Sie waren kleiner und nahmen Wasser langsamer auf.Als nächstes analysierten Hajduch und sein Team, ob sich die Zusammensetzung der Proteine in den beiden Sojabohnen-Proben unterschied.
Dabei spielen insbesondere radioaktive Substanzen mit langer Halbwertszeit eine Rolle, zum Beispiel das Caesium-Isotop 137Cs. Radioaktive Strahlung können wir mit unseren Sinnesorganen nicht wahrnehmen. Der Grund: ihre Strahlenbelastung ist zu hoch. Plutonium wurde ebenfalls außerhalb des Reaktors nachgewiesen. Auch Cäsium fand sich weit über den sonst geltenden Grenzwerten in Spinat wieder. Besonders anfällig sind Säugetiere, gefolgt von Fisch, Vögeln und Reptilien. Dazu benutzten die Forscher die sogenannte Gel-Elektrophorese, mit der sich verschiedene Arten von Molekülen trennen lassen. Was bei der Atomkatatrophe 1986 in Tschernobyl passierte, hat 25 Jahre danach noch immer Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen– auch in Deutschland. Was bei der Atomkatatrophe 1986 in Tschernobyl passierte, hat 25 Jahre danach noch immer Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen– auch in Deutschland. Dennoch wachsen in der Umgebung von Tschernobyl eine Reihe von Pflanzen, die offensichtlich mit der erhöhten Radioaktivität zurechtkommen.Das Forscherteam um Martin Hajduch untersuchte nun, wie sich Sojapflanzen, die in der Nähe des Kernkraftwerks wachsen, an die radioaktive Strahlung anpassen. Diese Analyse ergab, dass neun Prozent der Proteine in beiden Sojabohnen-Proben unterschiedlich waren. Zudem sind große Mengen des Meereswassers, das zum Kühlen der havarierten Reaktoren benutzt wurde, verstrahlt. Der NABU hat zahlreiche Publikationen zu den Themen Energiepolitik und Klimaschutz veröffentlicht. Bereits niedrig dosierte Strahlen können das Erbgut verändern und damit langfristig Krebs auslösen. Das Absinken der Kurve im oberen Bereich lässt sich dadurch erklären, dass bei sehr hohen Dosen die Zellen so stark geschädigt werden, dass sie vermehrt vollständig absterben und nicht zu Krebszellen degenerieren. Hier finden Sie eine Auswahl!Ja, ich möchte mehr über das Thema Umweltpolitik und die Arbeit des NABU erfahren.Moore speichern mehr erdgebundene Kohlenstoffe als alle Wälder der Erde zusammen. Unser Klima braucht die Energiewende und die Energiewende braucht Sie: Verbessern Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz und wechseln Sie zu Ökostrom. Zu den stochastischen Schäden zählen auch die sogenannten genetischen Schäden, bei denen die Erbanlagen durch die radioaktive Strahlung verändert wurden. Plutonium hingegen ist wenig mobil und nur schlecht verfügbar. Die Maßeinheit Sievert (Sv) gibt die biologische Wirkung der radioaktiven Strahlung auf Menschen, Tiere oder Pflanzen an. Am häufigsten handelte es sich dabei um sogenannte Speicherproteine, die bei der Auskeimung des Samens eine Rolle spielen.„Aus früheren Studien ist bekannt, dass diese auch bei der Reaktion auf Umweltbelastungen eine Rolle spielen können“, sagt Hajduch. Die Frühschäden treten nur bei hohen Dosen auf, dann aber schnell je nach Dosis innerhalb von Stunden bis Tagen. Böden werden vor allem in den oberen Schichten kontaminiert. Gerade in der lebenswichtigen und nährstoffreichen Humusschicht hält sich die Strahlung. Spätschäden können hingegen noch Jahrzehnte nach einer weniger starken Strahlenbelastung auftreten. Am zweithäufigsten waren Proteine verändert, die für die Abwehr von Schadstoffen und Krankheiten zuständig sind. Als nächstes wollen die Biologen die Samen der Nachkömmlinge der strahlenbelasteten Sojabohnen untersuchen. Auch im Trinkwasser wurden erhöhte Jodkonzentrationen gemessen. Wie viel ist neben der Freisetzung abhängig von der Größe und der Wachstumsphase der Pflanze.
Die Pflanzen, die im Umkreis des Kernkraftwerks Tschernobyl wachsen, haben Schutzmechanismen gegen die erhöhte Radioaktivität entwickelt.
Die Pflanzen nehmen Radioaktivität auch aus der Luft, mit dem Regenwasser und über die Böden auf. Sicher ist aber, der Verdünnungseffekt des Meerwassers schützt, wenn überhaupt, nicht ewig. Ein Millisievert sind 0,001 Sievert. Der Grund: ihre Strahlenbelastung ist zu hoch. Die mitgliederstärkste deutsche Umweltorganisation zieht BilanzNABU fordert Änderung der Waldpolitik in DeutschlandVon eingeschweißten Gurken bis zu übergroßen KartonsDie Küken von Kiebitz & Co. sind hungrig und brauchen Ihre Hilfe!Ein Vierteljahrhundert nach der Tschernobyl-Katastrophe sind die Auswirkungen auf die Umwelt sogar in Deutschland noch messbar. Die Pflanzen stellen Eiweiße in anderen Mengen und in anderer Zusammensetzung her. Auch das Trinkwasser ist gefährdet. Sievert hat die früher übliche Einheit Rem als Maßeinheit abgelöst. Denn Radioaktivität kann Körperzellen zerstören. Wildtiere sind besonders betroffen, weil sich die radioaktiven Stoffe in ihrer Nahrungskette breit gemacht haben. Doch wie genau reagieren Lebewesen und Lebensräume auf die radioaktiven Schadstoffe?Naturschutzgebietsschild vor dem Atomkraftwerk Biblis in Südhessen - Foto: Helge May Radioaktive Strahlung lagert sich in Form von Gasen und Partikeln auf und in Pflanzen ab. Besonders betroffen sind junge Tiere. Aus der Luft und über die Nahrungskette gelangt radioaktive Strahlung in Tiere. Weitere Informationen: http://epaper.welt.de Der Kurz-Link dieses Artikels lautet: https://www.welt.de/104378357 Registrieren Sie sich kostenlos für Leserkommentare, Newsletter und exklusive Abo-Inhalte.Registrieren Sie sich kostenlos für Leserkommentare, Newsletter und exklusive Abo-Inhalte.
Bei Atomunfällen wie in Tschernobyl oder Fukushima wurden radioaktive Elemente freigesetzt, sie verteilten sich kilometerweit.
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