Was für Lösungsansätze gibt es? Im engeren Sinne ist damit eine stetige Verbesserung der Unternehmensprozesse gemeint. Die Notwendigkeit einer Veränderung tritt langsam als Möglichkeit ins Bewusstsein und altes Verhalten wird in Frage gestellt. Autoren: Nicole Anzinger & Eike Wagner Agilität ist kein Allheilmittel, aber eine kluge Anwendung von agilen Methoden, Prozessen und vor allem Prinzipien hilft, Veränderungen in einem komplexen Umfeld besser zu bewältigen.
Dafür hilft eigentlich nur eines: Reden, überzeugen, Transparenz schaffen â das macht beim Change Management oft die Hauptarbeit aus. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Kienbaum, für die 500 Personalchefs aus mehr als 15 Ländern befragt worden sind. Neben den Erfolgsfaktoren für die Veränderung können hier auch konkrete Empfehlungen für Ausgestaltung und direkte Anwendungen der Wandlungsprozesse gegeben werden.In den 1950er Jahren entstand Kaizen als Managementphilosophie in Japan. Zu diesem Schluss kommt die "Change-Fitness-Studie 2018", die von der Mutaree GmbH in Kooperation mit dem Fachverband Change Management des BDU unter Leitung von Professor Sonja Sackmann von der Universität der Bundeswehr durchgeführt wurde. 49 Prozent denken, dass die Strukturen im Allgemeinen für Change-Projekte nicht ausgerichtet sind. Ganze 57 Prozent bemängeln, dass keine geeigneten Systeme zur Umsetzung von Change-Projekten vorhanden sind.Neben diesen harten Faktoren fehle es aber auch an Knowhow: "In erster Linie sind es die Menschen, die Veränderungserfolge gestalten und weniger Strukturen, Prozesse oder Systeme", interpretiert Claudia Schmidt, Geschäftsführerin der Mutaree GmbH, die Studienergebnisse. John Kotter entwickelte das 8-Stufen Modell in den 1990er Jahren basierend auf seinen Studien erfolgreicher Change Projekte in großen Organisationen. Es beschreibt die einzelnen Schritte und Maßnahmen, die für erfolgreiche Wandlungsprozessen in Unternehmen notwendig sind. Dafür verändern sich Unternehmen und Märkte permanent. Es setzt sich aus den Begriffen “Kai” zu Deutsch Veränderung, Wandel und “Zen” zum Besseren zusammen. Dabei werden die Prozesse oder Produkte punktuell perfektioniert oder optimiert. um eine andere Abteilung oder einen anderen Standort handeln. Dies ist aber nur bei hoher Kundenzufriedenheit möglich, da Kundengewinnung teurer ist als Kundenbindung. Wichtig ist auch der Hinweis, dass der Change-Prozess „top-down“ stattfindet: Der Prozesse wird vom Top-Management ins Leben gerufen und nach unten ins gesamte Unternehmen kaskadiert. Fazit: Aus „neu“ mach „alt“ im positiven Sinne des Bekannten, Vertrauten und Funktionierenden. Auf einer Skala von eins bis zehn wurde die Change-Fitness gemessen, wobei die Studie nur vier Prozent der Unternehmen als change-fit (neun oder zehn Punkte) bewertet.
Unfreezing steht dabei bildlich für das Auftauen des bestehenden (eingefrorenen) Gleichgewichtes oder des zuvor erreichten Zustands, der auch wiederum aus einem vorangegangenen Change-Prozess hervorgerufen worden sein kann. Die Analyse baut dabei auf folgende Kernfragen auf: Was für Probleme und Potenziale kann man identifizieren? Weit häufiger werden jedoch strukturelle Ursachen genannt: 55 Prozent glauben, dass die Führungsprozesse nicht für Change-Management geeignet sind. Nach dem Episodenschema von Lewin bedürfen durchgeführte Veränderungen der Stabilisierung und müssen zur dauerhaften Integration in das Gesamtsystem wieder eingefroren werden. Wer erfolgreich sein und bleiben will, muss die Veränderung dynamisieren. Die Mitarbeiter sollen fachlich und sozial in der Lage sein, die Veränderung und die damit einhergehende Herausforderung zu bewältigen.Um die initiierte Veränderung ins Unternehmen zu integrieren, sollten Sie die neuen Entwicklungen auf ihre Wirkung prüfen und kritisch evaluieren. Jeder Mitarbeiter ist hier aufgefordert im Unternehmen Vorschläge zur Verbesserung einzubringen; das Management soll diese konstruktiv aufnehmen und so weit wie möglich umsetzen. Daher ist Kritik nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Befragt haben sie 368 Personen aus dem mittleren und aus dem Top-Management. Jeder Mitarbeiter ist hier aufgefordert im Unternehmen Vorschläge zur Verbesserung einzubringen; das Management soll diese konstruktiv aufnehmen und so weit wie möglich umsetzen. Er lässt explizit auch Flexibilität im Hinblick auf die Gestaltung der Change Management Prozesse zu.Die Notwendigkeit einer Veränderung wird festgestellt; interne und externe System- und Situationsanalysen werden durchgeführt, um die Situation einschätzbar und planbar zu machen.